CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Technik des Haflingers

Moderator: eniac

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MEPH
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CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von MEPH »

Hallo allerseits!

Ich habe vor etwa 2 Jahren meinen zweiten Haflinger gekauft, diesmal ein Serie 1 CH-Armee.
Habe ihn von einem Forumsmitglied, hier in Ungarn, wo ich beruflich tätig bin gekauft und seitdem eigentlich nur Probleme damit.... :lol:
Schon am Tag nach der Abholung wollte er nicht anspringen.

Nachdem ich das von meinem anderen Haflinger, der wirklich IMMER läuft, gar nicht gewohnt bin, habe ich mal ein großes Service durchgeführt und ihn gleich auf zivile Zündung umgebaut.
Beim Vergaserservice habe ich festgestellt, dass die Messingschwimmer undicht sind und sich langsam mit Benzin füllten, also habe ich sie nachgelötet, was aber nur kurzzeitig für Besserung sorgte.

Nach dem zweiten Löten habe ich mir dann neue Schwimmer von Prokschi geholt und eingebaut, 2 Wochen lief er einwandfrei.
Dann erneut Startprobleme.
Zündkerzen sind "waschlnass", Vergasernadel macht auch zu, aber irgendwie bekommt das Ding trotzdem zu viel Sprit.

Nach dem säubern der Kerzen, entleeren des Vergasers springt er immer schnell und brav an, läuft warm und ohne Choke geht er im Stand dann recht schnell aus weil er wieder absäuft.
Die Spritzufuhrschraube habe ich schon komplett zugeschraubt am Vergaser, trtozdem keine Besserung.
Ein Bekannter meinte, dass die Benzinpumpe vielleich zu viel fördert, aber warum auf einmal?

Zu erwähnen ist vielleicht auch noch, dass die neuen Schwimmer von Prokschi etwas kleiner sind, dies sollte aber eigentlich keinen Unterschied machen, so denke ich....


GIbt es denn eine Grundeinstellung für den Vergaser von der ich mich dann weiterhanteln kann?
Kann mir jemand helfen?
Langsam verliere ich wirklich schon die Lust an dem Ding. :cry:

Danke im voraus und LG aus Ungarn, M.
Was nicht geht wird geschoben.
kawahans
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von kawahans »

Vielleicht ist das Spritniveau in der Schwimmerkammer etwas zu hoch (Ist es ein NDIX-Vergaser?)
Ich setze voraus, dass die Düsen korrekt sind (leider werden sie manchmal zur "Erhöhung" der Leistung etwas aufgerieben).

Ich kenne das Spritniveau nur vom Pinzgauer, da sollte der Schwimmer schliessen, wenn das Niveau 16,5 mm +-1 unter der Trennfläche (= Oberkannte des Schwimmerkammerteils) erreicht ist. Beim Pinzgauer braucht man tendeziell das Maximum der Füllung (sonst geht der Sprit aus in Steigungen).

Liebe Grüße aus Graz!
kawahans
Pinzgauer !!!! ist wie eine Ehe: man löst Probleme, die man ohne nicht hätte.
Aber man tut´s gerne....
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eniac
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von eniac »

Serie 1 wird den Weber Vergaser haben. Ähnliches Phänomen hatte ich bei meinem Serie 2 als ich die Benzimpumpe nachgerüstet hatte.
Die Kiste lief wie ein Sack Nüsse. Seitdem benutze ich die Pumpe nur zum füllen des Gasers. Den Rest mach die mech Pumpe.
Aber ich vermute bei dir wird gar keine mechanische Pumpe drin sein, oder ?
Grüße

derStefan
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MEPH
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von MEPH »

Nicht dass ich wüsste.
Elektrische ist auf jeden Fall vorhanden, die füllt den Vergaser auch brav bei Zündung an...
Was nicht geht wird geschoben.
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eniac
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von eniac »

Beim Weber bin ich raus. Hört die Pumpe denn auf oder klackt die immer mal wieder ?
Grüße

derStefan
FranzJosef
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von FranzJosef »

Servus
Bei einem neuen Schwimmer muß dieser neu nivelliert werden. Falls du das Vergaserhandbuch nicht hast bzw. benötigst, schicke mir eine PN.

Grüße aus Graz
Steyr-Daimler-Puch Crack
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Re: CH-Armee Serie 1- Vergaserprobleme

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack »

Hallo , der ICF Weber ist der grösste Scheixxdreckxvergaser den es je gab, markenübergreifend gemeint! Dein Problem ist im Vergaserdeckel zu suchen. Schwimmernadelventil auch neue! müssen mit Unterdruck auf Dichtheit geprüft werden; Gewindeansatz sowie Sitz- Auflagefläche zum Dichtring deformieren sich leicht, zieht sich aus dem Material (technisch Fleisch) und neigen zur Rissbildung- vorwiegend zur Innenkammer. Plane Dichtflächen sind auch so eine Sache an diesem Vergaser, ich kenne keinen ICF der nicht verzogen ist! Neue Schwimmer egal ob NOS oder Prokschi müssen nach gearbeitet und in Benzin / Bremsenreiniger auf Dichtheit ( tauchen) und Gewicht -wiegen auf Briefwaage! geprüft werden. Vergaserdeckel auf den Kopf stellen und 2mm Abstand zur Dichtfläche ( ohne Dichtung) prüfen sowie erneut auf dichten Sitz des Schwimmernadelventils achten. Läuft im Leerlauf trotzdem Sprit aus dem Ventutri ist ggf eine falsche Vergaserdeckeldichtung montiert, bzw Undichtheiten zwischen Ober- und Unterteil. Drosselklappenachse muss genau aufs hundestel passen, ansonsten verklemmt sich die Rückdrehfeder zwischen Gehäuse und Verstellhebel, dort gibt es auch häufig Reibespuren durch diese Feder. Leerlauf wird umständilch über Starterklappenmechanik justiert, Umlenkpunkte sollten weitestgehend spielfrei sein, denn Stangenbolzen laufen oval ein und Bohrungen neigen zu Langlöchern. Bei Nacharbeiten der Dichtflächen muss das Starterklappenstängchen nachgebogen werden.....recht tricky, denn alles feiner weicher Aluguss der sich deformiert, also keine rohe Gewalt an diesem sensibelen Teil. Mfg Crack
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